Philosophie

Selbstverständlich kann ich Ihnen zeigen, wie Sie Ihrem Hund „Sitz!“, „Platz!“, „Bleib!“ beibringen können – aber es ist nicht mein Aufgabengebiet. Ich stehe Ihnen zur Seite, wenn sich Probleme abzeichnen, bestimmte Situationen nicht mehr zu handeln sind, Ihr Hund auf Veränderungen vorbereitet werden soll oder sie gezieltes Einzeltraining wünschen.

Als diplomierte und vom Veterinäramt nach §11 TSchG zugelassene Hundeverhaltensberaterin hatte ich im Studium an der Akademie für Tiernaturheilkunde (ATN) AG neben der allgemeinen Verhaltensforschung, als Schwerpunkt Hunde- und Wolfsverhalten. Das bedeutet in meiner Arbeit geht es vorrangig um das "WARUM?". Um Verhalten nachhaltig zu beeinflussen und zu verändern, muss ich als erstes verstehen, warum Ihr Hund dieses Verhalten zeigt.

Herzensthemen

Ein großer Schwerpunkt meiner Arbeit, vor allem aber eine großes Herzensanliegen von mir sind die Auslandstierschutzhunde. Von der Straße oder aus einer Tötungsstation gerettet, zum Teil schwer traumatisiert, vor allem aber zu tiefst misstrauisch gegenüber dem Menschen  kommen Sie zu uns in eine komplett andere Welt. Von der Straße in eine Wohnung, vom Leben unter Hunden und mit meist mit nur schlechten Erfahrungen mit Menschen belastet zum Familienhund. Sie sprechen - anders als ein Welpe vom Züchter, der mit Menschen aufgewachsen ist - nur "Hundesprache", die oft körpersprachlich völlig gegensätzlich zu unserer eigenen verläuft. Kein Wunder, dass diesen Hunden die Eingewöhnung oft sehr schwer fällt und sie schnell völlig überfordert sind. Probleme, aber auch Enttäuschungen bei den Menschen sind ganz oft die Folge. Mit viel Geduld, Verständnis und fachkundiger Anleitung kann man einen Großteil dieser Probleme von vornherein im Keim ersticken.

Ein weiteres Thema, das mir sehr am Herzen liegt ist die Anschaffungsberatung. Wer sich vorab genaue Gedanken macht welcher Hund am besten in die Familie, in den Alltag in das eigene Leben passt, hat meist ein Hundeleben lang wenig Probleme. Leider werden Rasseeigenschaften und individueller Charakter immer noch oft hinter Aussehen, Modetrends und Wunschvorstellungen angestellt. 

Trainingsmethoden

Wichtigste Voraussetzung für ein sinnvolles Training ist, dass man sich sympathisch ist und Vertrauen fassen kann. Daher findet immer ein so genanntes Erstgespräch statt. Sie bekommen vorab von mir einen Fragebogen zum Ausfüllen, damit auch ich mich optimal vorbereiten kann. Nehmen Sie sich für dieses erste Gespräch bitte ausreichend Zeit, denn Sie sollen nicht nur mich kennen lernen, sondern ich möchte mir ein umfangreiches Bild vom Leben Ihres Hundes und Ihrem Alltag machen. Jede Art von Verhalten wird von einer Vielzahl von Faktoren beeinflusst, das reicht vom Tagesablauf bis zum Futter, von der Biografie des Hundes bis zu seiner Auslastung und seinem Gesundheitszustand. Um die Ursachen eines Problemverhaltens und die Gründe warum der Hund genau dieses Verhalten zeigt zu verstehen müssen all diese Aspekte beleuchtet werden. Nur so können wir eine Strategie entwickeln, um das Verhalten dauerhaft und zuverlässig zu verändern. Im anschließenden Training arbeiten wir in Einzelstunden dort wo das Problem besteht oder der Hund das Verhalten lernen soll. Sie werden während der gemeinsamen Trainingszeit intensiv betreut und bei der Umsetzung der individuell erarbeiteten Therapie- und Trainingspläne unterstützt. Außerdem stelle ich Ihnen benötigte Ausrüstung zum Ausprobieren und diverses Trainingsmaterial zur Verfügung. Benötigen Sie meine aktive Unterstützung im Hundealltag nicht mehr, stehe ich Ihnen selbstverständlich weiter mit Rat zur Seite, wenn Sie sich an einem Punkt unsicher sind wie Sie weiter vorgehen sollen.

Trainer auf vier Beinen

Bei Bedarf steht mir meine Co-Trainerin Lea zur Verfügung. Durch Ihre ruhige Art und Ihr sehr fein ausgeprägtes Ausdrucks- und Sozialverhalten ist sie mir vor allem bei ängstlichen und unsicheren Hunden oder in der Arbeit mit Tierschutzhunden eine wertvolle Hilfe. In erster Linie ist sie aber ein 2-jähriges Labrador Mädchen und ein ganz normaler Hund! Und entgegen aller Klischees haben auch wir Baustellen und sie ist definitiv nicht 1000 prozentig durch erzogen.

Klare Regeln

Ich bin grundsätzlich der Meinung, dass Hunde sehr wohl klare Ansagen und Regeln brauchen und vor allem auch verdienen. Grenzen und ein verlässliches Verhalten unsererseits gegenüber unserer Hunde geben diesen die Möglichkeit aktiv an unserer Welt teilzunehmen und sich souverän darin zu bewegen. Nur wer zuverlässig eine Rückmeldung darüber bekommt, ob sein Verhalten gut oder falsch, erwünscht oder unerwünscht war hat eine Chance zu lernen und „richtig“ zu handeln. Dazu gehören selbstverständlich Belohnungen, aber eben auch Konsequenzen wenn ich ein Verhalten nicht haben möchte. Dafür muss man einen Hund weder Schmerzen zufügen oder ihn körperlich züchtigen. Strafminuten an der Leine, Einschränkungen, Ignorieren, Beenden von Spiel oder Spaziergang oder zeitweiser Ausschluss sind ebenso wirksame „negative“ Konsequenzen. Die Pfeiler meiner Arbeit sind:

  • Klare Kommunikation dem Hund gegenüber, damit der Hund versteht, was ich von ihm möchte
  • Verlässliche Konsequenzen, damit der Hund über sein Verhalten die Konsequenzen kontrollieren kann
  • Positive, wie negative Rückmeldungen an den Hund, damit er lernen kann was erwünscht ist und was nicht
  • Keine Schmerzreize, keine körperliche Züchtigung und keine tierschutzrelevanten Trainingsmaterialien

Wie geht es weiter

Derzeit bilde ich mich zum Hundeverhaltenstherapeuten fort, so dass demnächst auch die Betreuung von Hunden mit Schmerzsyndrom und psychosomatischen Erkrankungen angeboten werden kann. Organisiert und vernetzt bin ich im Berufsverband der Tierverhaltensberater und –trainer VDTT e.V.